The Adventures of Bryan Scott – Dieses Point & Click macht Lust auf mehr
Es gibt Spiele, bei denen ich nach einer Demo denke: „Ja, war ganz nett.“ – Und dann gibt es Demos, nach denen ich am liebsten direkt weiterspielen würde.
The Adventures of Bryan Scott gehört für mich ganz eindeutig zur zweiten Kategorie.
Das Indiegame von Radio Silence Studios ist ein klassisches 2D-Point-&-Click-Adventure und orientiert sich dabei ganz bewusst an großen Vertretern des Genres wie Baphomets Fluch und Deponia.
Und diese Inspiration merkt man. Allerdings keineswegs auf eine Art, bei der ich das Gefühl bekomme, einfach nur eine Kopie eines alten Klassikers zu spielen. Vielmehr erinnert mich The Adventures of Bryan Scott daran, warum ich Point-&-Click-Adventures überhaupt so gerne mag: Eine geheimnisvolle Geschichte, wunderschön gezeichnete Schauplätze, Gegenstände zum Einsammeln, Rätsel, Dialoge und natürlich die unvermeidliche Frage:
Was zur Hölle soll ich jetzt mit diesem Gegenstand in meinem Inventar anfangen?
Genau so muss das sein!

Spielverlauf
The Adventures of Bryan Scott ist ein klassisches Point-&-Click-Adventure: Wir erkunden verschiedene Schauplätze, untersuchen unsere Umgebung, sprechen mit Charakteren, sammeln Gegenstände ein und versuchen herauszufinden, wie wir diese sinnvoll miteinander oder mit unserer Umgebung verwenden können. Dies kann ich zumindest dem Trailer entnehmen, da die Demo nur in Bryans Zuhause spielt.
Das Ganze funktioniert über eine angenehm einfache 1-Klick-Steuerung. Damit konzentriert sich das Spiel auf genau das, worauf es bei einem klassischen Point & Click meiner Meinung nach ankommt:
Erkunden, kombinieren und rätseln.
Schon während der Demo hatte ich dabei dieses typische Adventure-Gefühl: Ich schaue mir erst einmal alles an. Natürlich nehme ich alles mit, was nicht festgenagelt ist. Und anschließend überlege ich, warum zum Teufel ich diesen ganzen Kram eigentlich eingesammelt habe. Aber jahrelange Point and Click Erfahrung zeigen:
Irgendwann ergibt es Sinn.
Hoffentlich.
Zur eigentlichen Geschichte möchte ich an dieser Stelle allerdings noch gar nicht viel sagen. Denn bislang konnte ich lediglich die Demo spielen. Das vollständige Spiel soll nach aktuellem Stand erst im Dezember 2026 erscheinen. Eine Geschichte anhand eines kleinen Ausschnitts zu bewerten, fände ich daher schlicht unfair.
Die Grundidee macht mich allerdings neugierig: Bryan Scott erhält ein geheimnisvolles Paket aus Nordafrika. Darin befindet sich das Tagebuch der verschwundenen Schatzsucherin Kate Williams – und ein Hinweis auf den legendären Schatz der Königin von Saba.
Und natürlich bleibt es nicht einfach nur bei einer Schatzsuche. Bryan stößt auf Geheimnisse, einen gefährlichen Geheimbund und gleichzeitig auf Spuren seines verstorbenen Vaters, der selbst einst diesem Mythos nachgegangen ist.
Ob daraus am Ende tatsächlich eine richtig gute Adventure-Geschichte wird? Das kann ich nach der Demo noch nicht beurteilen. Aber ich möchte definitiv wissen, wie sie weitergeht.

Merkmale:
Die Grafik – Hier steckt unglaublich viel Liebe drin
Über einen Punkt müssen wir unbedingt sprechen: The Adventures of Bryan Scott sieht wunderschön aus. Das Spiel setzt auf handgezeichnete, hochauflösende Hintergründe und traditionelle Frame-by-Frame-Animationen. Gerade die Hintergründe haben es mir angetan. Die einzelnen Schauplätze wirken detailliert und liebevoll gestaltet und besitzen genau diesen Charme, den ich mit klassischen Point-&-Click-Adventures verbinde. Ich möchte mir die Räume tatsächlich ansehen. Nicht nur, weil irgendwo ein Gegenstand herumliegen könnte, den ich später für irgendein vollkommen absurdes Rätsel benötige, sondern weil es einfach Spaß macht, diese Welt zu betrachten.
Der Grafikstil schafft für mich außerdem einen schönen Spagat: The Adventures of Bryan Scott erinnert optisch an klassische Adventures, sieht dabei aber keineswegs alt aus. Im Gegenteil: Die hochauflösenden handgezeichneten Kulissen wirken sehr sauber und modern und behalten trotzdem diesen wunderschönen klassischen Adventurecharme.
Für mich ist die Grafik deshalb schon jetzt eines der großen Highlights des Spiels.
Eine vollständige deutsche Synchronisation
Und dann gibt es einen Punkt, über den ich mich ganz besonders freue:
The Adventures of Bryan Scott bekommt eine vollständige deutsche Sprachausgabe.
Das ist gerade bei einem kleinen Indiegame in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich. Und für ein Point-&-Click-Adventure macht eine gute Synchronisation für mich einen gewaltigen Unterschied. Schließlich besteht ein großer Teil solcher Spiele aus Gesprächen.
Charaktere müssen funktionieren. Humor muss funktionieren. Dialoge müssen funktionieren. Und Stimmen können enorm dazu beitragen, ob ich eine Figur nach fünf Minuten wieder vergessen habe oder ob sie mir im Gedächtnis bleibt.
Glaubt mir, ich spreche aus Erfahrung – denn ich habe mich selbst schon auf vielfachem Anraten als Synchronsprecherin beworben.
Besonders schön: Für die deutsche beziehungsweise englische Vertonung konnten sogar Stimmen gewonnen werden, die Adventure-Fans bekannt vorkommen dürften. Mit dabei sind unter anderem Alexander Schottky und Rolf Saxon, die man aus der Baphomets Fluch Reihe kennt.
Allein dadurch bekommt The Adventures of Bryan Scott für mich noch ein kleines bisschen mehr dieses klassische Adventure-Gefühl. Und nach meinem Eindruck aus der Demo funktioniert die Vertonung richtig gut. Charaktere wirken dadurch lebendiger und die wunderschön gezeichneten Schauplätze bekommen gemeinsam mit Musik und Sprachausgabe noch einmal deutlich mehr Atmosphäre.

Steuerung:
Die Steuerung fühlt sich angenehm bekannt und unkompliziert an. Die Entwickler setzen auf eine 1-Klick-Oberfläche, wodurch ich mich nicht erst durch unzählige Aktionsmöglichkeiten kämpfen muss:
- Anschauen
- Benutzen.
- Mitnehmen
- Ausprobieren
Und anschließend feststellen, dass meine brillante Idee überhaupt nicht funktioniert hat. Also eigentlich alles wie immer. 😄
Wie gut werden die Rätsel?
Das ist einer der Punkte, bei denen ich mich mit einem endgültigen Urteil noch zurückhalten möchte.
Die Entwickler versprechen für das fertige Spiel anspruchsvolle Rätsel, clevere Dialoge und mehrere spielbare Charaktere. Wie abwechslungsreich die Rätsel am Ende tatsächlich werden und ob der Schwierigkeitsgrad über das gesamte Spiel hinweg funktioniert, kann eine Demo natürlich kaum zeigen.
Für mich muss ein gutes Point & Click dabei nicht mal anspruchsvoll sein: Ich möchte etwas nachdenken müssen und Dinge ausprobieren. Nichts geht über diesen wunderbaren Moment, wenn mir plötzlich die Lösung einfällt. Ich möchte allerdings nicht drei Stunden lang versuchen, ein Gummihuhn mit einer Salatgurke zu kombinieren, weil irgendein Entwickler beschlossen hat, dass das selbstverständlich die einzig logische Lösung ist.
Ob The Adventures of Bryan Scott diesen Mittelweg über das gesamte Spiel hinweg schafft, werden wir erst mit der Vollversion sehen, die ich mir selbstverständlich zulegen und für euch spielen werden.
Die Demo hat mir jedenfalls Lust darauf gemacht, es herauszufinden.
Fazit – Für mich eines der Point & Clicks, die man im Auge behalten sollte
Normalerweise fällt mir ein Fazit nach einer Demo etwas schwer, schließlich habe ich nur einen kleinen Teil des Spiels gesehen. Ich weiß noch nicht, wie sich die Geschichte entwickelt. Ich weiß nicht, wie abwechslungsreich die späteren Rätsel werden. Und natürlich weiß ich auch noch nicht, ob The Adventures of Bryan Scott seine Qualität über das gesamte Spiel halten kann. Einen Eindruck kann ich allerdings bereits jetzt ziemlich klar formulieren:
Dieses Point-&-Click-Adventure hat für mich unglaublich viel Potenzial.
Die wunderschöne handgezeichnete Grafik hat mich sofort angesprochen. Die deutsche Synchronisation ist gerade für ein Indiegame ein riesiger Pluspunkt und das klassische Point-&-Click-Spielprinzip trifft ziemlich genau das, was ich mir von einem Adventure dieser Art wünsche.
Vor allem aber hat die Demo etwas geschafft, was für mich wichtiger ist als jede Feature-Liste: Ich wollte weiterspielen.
Ich wollte wissen, was als Nächstes passiert. Ich wollte weitere Orte sehen. Ich wollte neue Charaktere kennenlernen und natürlich herausfinden, vor welche Rätsel mich das Spiel noch stellt.
Ob The Adventures of Bryan Scott am Ende tatsächlich so gut wird, wie es die Demo für mich vermuten lässt, wird sich erst zeigen. Bis zur geplanten Veröffentlichung im Dezember 2026 müssen wir uns leider noch etwas gedulden. Aber eines weiß ich bereits jetzt:
Dieses Adventure werde ich definitiv im Auge behalten.
Und vielleicht erwartet uns hier ja tatsächlich eine kleine neue Point-&-Click-Perle.
Das Potenzial dafür ist meiner Meinung nach auf jeden Fall vorhanden.
Wenn du dir nun nicht ganz sicher bist oder erstmal einige Bilder bzw ein Video sehen möchtest, dann schau doch gerne hier rein:
Wenn du jedoch Lust bekommen habt, das Spiel selbst zu spielen, dann kannst du es über Steam holen.
Spieledetails im Überblick:
Spielname: The Adventures Of Bryan Scott
Entwickler: Radio Silence Studios
Publisher: Radio Silence Studios
Veröffentlichung: voraussichtlich im Dezember 2026
Genre: Point & Click
Entwickelt für: PC
Erhältlich auf: https://store.steampowered.com/app/1599880/Cats_in_Time



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