Katzen verstecken sich ja bekanntlich gerne an Orten, an denen man sie niemals vermuten würde. Aber was passiert wohl, wenn sie sich nicht nur irgendwo im Haus verstecken, sondern gleich in der gesamten Menschheitsgeschichte?
Genau das ist in Cats in Time passiert. Die Katzen von Professor Tim Edger haben beim Spielen seine Zeitmaschine aktiviert und sich kurzerhand über Raum und Zeit verteilt. Meine Aufgabe war deshalb denkbar einfach: Ich muss sie alle wiederfinden!
Das Spiel von Pine Studio verbindet kleine 3D-Rätselwelten mit einer herrlich simplen Aufgabe: Katzen finden, die quer durch die Zeit verloren gegangen sind. Dabei reisen wir durch unterschiedliche Epochen, drehen und untersuchen kleine Gebäude und Landschaften und suchen nach den Fellnasen, die sich teilweise wirklich erstaunlich gut versteckt haben.
Und obwohl das Spielprinzip eigentlich sehr einfach klingt, hat mich Cats in Time ziemlich schnell gepackt.

Spielverlauf – Wo verstecken sich die Katzen?
In Cats in Time reisen wir durch verschiedene Zeitalter und erkunden kleine, liebevoll gestaltete 3D-Dioramen. Dabei führt uns unsere Reise unter anderem ins alte Ägypten, ins New York des 20. Jahrhunderts und sogar in ein zukünftiges Tokio.
Die Dioramen können wir drehen und von allen Seiten betrachten – und genau das sollten wir auch tun. Denn irgendwo darin haben sich die Katzen versteckt.
Manche entdecken wir relativ schnell. Andere sitzen hinter verschlossenen Türen, in Gebäuden oder an Orten, die wir zunächst überhaupt nicht erreichen können.
Und hier kommt der Hauptbestandteil des Spiels ins Spiel: die Rätsel.
Wir drücken Knöpfe, verschieben Elemente, suchen Kombinationen und versuchen herauszufinden, wie die verschiedenen kleinen Mechanismen der jeweiligen Umgebung funktionieren. Insgesamt warten mehr als 200 Rätsel und fast 300 Katzen darauf, entdeckt beziehungsweise gerettet zu werden.
Überall in den Leveln befinden sich kleine Mechanismen, Schalter, Zahnräder, Türen oder andere Dinge, mit denen wir interagieren können.
Dadurch passiert ständig irgendetwas. Ich drehe das Diorama ein Stück weiter, entdecke plötzlich einen kleinen Hebel und denke: „Aha. Was passiert denn, wenn ich daran ziehe?„
Eine Tür öffnet sich.
Dahinter sitzt natürlich eine Katze. Oder eben auch nicht.
Manchmal wartet dort nur das nächste Rätsel. Und damit beginnt die Suche wieder von vorne.

Merkmale: Klein, gemütlich und unglaublich charmant
Was mir an Cats in Time besonders gefällt, ist die entspannte Atmosphäre. Das Spiel vereint Cozygame und Rätselspaß in einem – alles ohne Hektik.
Wir können uns die kleinen Welten ganz in Ruhe ansehen, nach Katzen suchen und überlegen, wie wir das nächste Rätsel lösen. Dazu kommt ein entspannter Soundtrack, der wunderbar zu diesem Spielprinzip passt.
Besonders schön finde ich aber die 3D-Dioramen selbst. Statt durch große Gebiete zu laufen, betrachten wir diese Miniaturwelten von außen und können sie drehen, untersuchen und Stück für Stück entdecken – schließlich könnte sich hinter dem nächsten Gebäude schon wieder ein kleines Fellknäuel verstecken.
Und durch die verschiedenen Zeitalter bekommen wir immer wieder neue Umgebungen zu sehen. Insgesamt bietet die Steam-Version 30 unterschiedliche Schauplätze aus sieben Zeitaltern.

Die Rätsel sind angenehm – und nicht unnötig kompliziert.
Natürlich darf man dabei kein riesiges Abenteuer mit einer komplexen Geschichte erwarten. Was mir ebenfalls sehr gut gefällt, ist der Schwierigkeitsgrad. Cats in Time möchte mich nicht mit irgendwelchen abstrusen Rätseln eine halbe Stunde lang verzweifeln lassen. Die Rätsel sind eher kleine Denksportaufgaben. Mal müssen wir etwas in die richtige Position drehen, mal bestimmte Elemente verschieben oder erkennen, wie ein Mechanismus funktioniert.
Das Spiel besitzt mehr als 200 unterschiedliche Rätsel und verbindet diese direkt mit der Suche nach den Katzen.
Für mich ist genau das die richtige Mischung: Ich muss ein bisschen nachdenken, aber das Spiel verliert dabei niemals seinen entspannten Charakter. Und falls ich doch einmal vollkommen auf dem Schlauch stehe, gibt es Hilfen, sodass ich nicht irgendwann aus Trotz anfange, wild auf alles zu klicken oder die Maus in den Bildschirm zu werfen (ich denke, das würde auch nichts bringen, weil die Katzen sicher keine Computermäuse mögen 😉 ).
Cats in Time möchte vor allem eines sein: ein kleines, entspanntes Rätselspiel für zwischendurch.
Und genau darin ist es richtig gut.

Fazit:
Cats in Time ist eines dieser Spiele, bei denen das Konzept eigentlich unglaublich simpel ist – und gerade deshalb funktioniert es so gut.
Es nimmt eine einfache Idee – versteckte Katzen suchen – und baut daraus ein charmantes kleines Rätselspiel, das mich vor allem durch seine liebevoll gestalteten Dioramen und die angenehme Atmosphäre überzeugt hat.
Die liebevoll gestalteten Schauplätze, die verschiedenen Zeitalter und die kleinen Rätsel sorgen dafür, dass die Suche nicht einfach nur aus stumpfem Anklicken besteht. Gleichzeitig bleibt das Spiel angenehm gemütlich und verlangt nicht, dass wir ständig unter Zeitdruck irgendwelche komplizierten Aufgaben lösen.
Wer Katzen, Wimmelspiele, kleine Rätsel und entspannte Gelegenheitsspiele mag, sollte sich Cats in Time deshalb definitiv einmal ansehen.
Für mich ist Cats in Time deshalb ein wunderbares Spiel für zwischendurch.
Oder für den Moment, in dem man eigentlich nur ein einziges Level spielen wollte und plötzlich eine Stunde später immer noch versucht, diese eine verdammte Katze zu finden, die irgendwo in diesem Diorama sitzen MUSS.💜
Wenn du dir nun nicht ganz sicher bist oder erstmal einige Bilder bzw ein Video sehen möchtest, dann schau doch gerne hier rein:
Wenn du jedoch Lust bekommen habt, das Spiel selbst zu spielen, dann kannst du es über Steam holen.
Spieledetails im Überblick:
Spielname: Cats in Time
Entwickler: Pine Studio
Publisher: Pine Studio
Veröffentlichung: 26. August 2021
Genre: Cozygame, Rätsel
Entwickelt für: PC
Erhältlich auf: https://store.steampowered.com/app/1599880/Cats_in_Time



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